helping hands cup 2010

Wie zeigt man sich erkenntlich für jahrelanges frühes Aufstehen bei Wind und Wetter, wie sagt man am besten Danke für unermüdlichen Einsatz, sei es als Helfer bei Prüfungen oder bei Arbeitseinsätzen im Gelände? Die Idee war geboren: Wir organisieren einen Cup nur für die fleißigen Hände und am Samstag den 16.Oktober 2010 war es dann soweit. Der erste helping-hands-cup für Helfer hat stattgefunden. Es war ein inoffizieller Workingtest ohne Eintrag in das Leistungsheft. Somit war Spaß ohne Stress angesagt. Gerichtet wurde in allen Klassen, angefangen von Schnupper über A, F, O und auch einige Veteranen waren am Start. Im Ganzen hatten sich 58 Gespanne angemeldet.

Hier schon einmal vorab, es war ein toller Tag, an dem wirklich alles geklappt hat. Aber fangen wir vorne an. Das Wetter war wie von Carsten Schröder (Sonderleiter) bestellt, kühl aber trocken, obwohl wir im strömenden Regen aus Braunschweig losgefahren sind. Aber bei so einem schönen Anlass spielte dann sogar das Wetter mit.

Los ging es mit der Anmeldung im Gelände (welches die BZG Celler Land zur Verfügung gestellt hatte) und der anschließenden Begrüßung der Richter, Helfer und Teilnehmer durch Carsten Schröder. Die Startnummern waren diesmal nicht nur ein kleines Nummernschildchen, sondern ein Retrieverkopf aus Holz mit unserer Startnummer drauf, welches jeder als Andenken behalten konnte. Die Idee ist einfach spitze und kam bei allen sehr gut an.

Als Richter hatten sich Anja Helber, Josef Gleis, Henny Marcussen und Michael Walther zur Verfügung gestellt. Als die Vorstellungsrunde begann, mussten wir erst mal erstaunt feststellen, dass Josef Gleis verschollen war. Selbst die Rufe von Henny konnten ihn nicht anlocken. Bevor wir unsere Hunde jedoch auf die Suche schicken mussten, stieß Josef Gleis dann aber zum Glück doch noch zu uns, so dass das Richterteam komplett war.

Einen ganz tollen Dank an dieser Stelle schon mal an Euch!

Aber wie sollte dieser Danke-Workingtest ohne die vielen notwendigen helping hands stattfinden, die auch hier an allen Ecken und Enden benötigt wurden. Gar nicht! Genau deshalb möchte ich an dieser Stelle alle ehrenamtlichen Helfern meinen größten Respekt und Dankbarkeit ausdrücken, die bereits ab 7.00 Uhr, Dunkelheit und 6°C kalten Temperaturen im Gelände eintrafen. Alles lief perfekt und durch organisiert ab. Jeder Hundeführer wusste, wo er hin musste, wann er dran war und, und, und…. Für diesen reibungslosen Ablauf auch an Euch ein ganz herzliches Dankeschön.

Und dann ging es endlich los. Auf dem Weg zum Warteplatz der ersten Aufgabe haben wir dann erst mal gemerkt, auf was für einem schönen Gelände wir waren. Da konnte man richtig neidisch werden.

Unsere erste Aufgabe bei Anja Helber war eine Markierung mit 2 Verleitungsdummys. Das Gelände war eben, aber nicht vollständig einzusehen, da doch einige Büsche und Bäume im Weg standen. Also Hunde ableinen und losgehen. Plötzlich ein Quaken, ein Dummy fliegt, jetzt bloß nicht einspringen. Geklappt, das war ja schon mal gut. Weiter ging’s. Schon wieder ein Quaken, noch ein Dummy, wieder sollte der Hund sitzen bleiben uuuund er saß! Auch diese Hürde also erfolgreich umschifft. Aber dann wurde es noch ernster. Ein Schuss, ein weiteres Dummy flog und nach Freigabe durch Anja durften die Hunde endlich arbeiten. Wir waren heute gut drauf und so hielt ich das Dummy nach kurzer Zeit in der Hand. Der Tag ging ja gut los.

Dann galt es, die zweite Aufgabe bei Henny Marcussen zu meistern. Als Gelände diente hier eine Lichtung im Wald. Zunächst ein paar Meter frei bei Fuß, dann der erste Schuss und das erste Dummy. Steadyness und Markieren waren hier gefragt. Sitzen bleiben war nicht unser Problem, aber das Markieren. Gut, dass das Herrchen wenigstens markiert hatte. Kurze Einweisung und erstes Dummy gemeistert. Dann wieder ein paar Schritte und dieselbe Abfolge mit Schuss und Dummy. Die Schlappe mit der ersten Nichtmarkierung wollte Ayko nicht auf sich sitzen lassen. Diesmal klappte alles problemlos. Das waren schon mal 2 von 4 Aufgaben. Aber es warteten ja noch zwei weitere Aufgaben auf uns.

Jetzt kamen wir zu Michael Walther. Aufgabe drei für die A-Hunde war eine Markierung über 50-60 m in einer Senke. Auf dem Rückweg sollte ein zweites Dummy, welches im Rücken des Hundes fiel, markiert werden. Für die O-Hunde fiel das zweite Dummy während des Laufens sichtig in Verlängerung der Fallstelle der ersten. Gebracht werden sollte dabei selbstverständlich das Erstgeworfene. Wie gut, dass wir in A gestartet sind. Hochachtung an alle, die diese Aufgabe gemeistert haben. Wer Michael kennt, wusste natürlich, dass das nicht alles sein kann. Und richtig, 10 Meter rechts vor uns zappelte zur Ablenkung ein batteriebetriebener Hase munter vor sich hin. Zum Glück hat sich, glaube ich, keiner unserer Hunde davon stören lassen. Nach einem kurzen Handling beim ersten Dummy, das zweite war wieder problemlos, hatten wir auch diese Aufgabe bestanden. Nun gab es nur noch eine Hürde.

Jetzt mussten wir uns aber erst mal stärken. Auch daran war natürlich gedacht worden. Es gab echten Elsässer Flammkuchen aus einem Holzbackofen. Der war einfach nur gut. Beim Essen gesellte sich dann Carsten Schröder zu uns und meinte im Laufe des Gesprächs ganz beiläufig, es würde ja ganz gut für uns laufen. Für uns war klar, Carsten musste sich vertan haben, und es konnte sich nur um eine Verwechselung handeln.

Nach der Mittagspause ging es für uns ans Wasser zu Josef Gleis. Nach einer kurzen Einweisung gingen wir dann in Startposition. Jetzt war noch einmal Standruhe gefragt. Welcher Retriever liebt nicht das Wasser, besonders dann, wenn auch noch ein Dummy darin liegt. Es waren nacheinander 2 Dummys zu arbeiten. Das erste sichtig, das zweite im Schilf. Nach einem kräftigen Schluck Teichwasser gegen den Durst (nicht ich sondern Ayko) hatte ich dann beide Dummys in der Hand und alles ohne Schütteln. Damit hatten wir auch Station Nummer 4 hinter uns gebracht und alle Aufgaben ohne Nullrunde hingelegt. Was für ein schöner, wenn auch kalter Tag.

Jetzt waren alle Aufgaben erledigt, vermuteten alle. Aber falsch gedacht, jetzt wurde es noch einmal richtig spannend. Es gab zwei Gespanne Nr.15 und 24 mit gleicher Punktzahl. Stechen in der Anfängerklasse war also angesagt. Als Aufgabe galt es, eine Markierung über 50 m zu arbeiten, bei der die Fallstelle nicht sichtig war. Beide Hunde mussten kurz auf das Dummy eingewiesen werden, dann hatten beide Hundeführer die Aufgabe erfolgreich bestanden. Das machte es den Richtern nicht gerade einfacher. Also musste ein zweites Stechen her. Einziger Unterschied hierbei war ein Pfiff, aber der machte dann den Unterschied zu Gunsten von Nr. 24 aus. Glückwunsch an beide, der Unterschied war wirklich minimal.

Vor der Siegerehrung gab es dann noch ein ganz großes Dankeschön an Carsten Schröder für seine tolle Arbeit und Organisation. Ein Riesenapplaus ging auch an Anette Heck. Sie hat mit viel Engagement und Engelszungen die Sponsoren überzeugen können, sich für den helping-hands cup 2010 zu engagieren.

Und dann kam die Siegerehrung, und Carsten Schröder verlas die drei Nummern, welche nach vorne kommen sollten. Nr. 15 und Nr. 24 waren ja klar und dann kam noch die Nr. 9. Das waren doch wir. So ganz konnte ich es gar nicht glauben, schon gar nicht, als Carsten die Platzierung bekannt gab. Wir waren tatsächlich erster geworden und dabei fielen mir auch wieder seine Worte vom Mittag ein. Es war wohl doch besser als gedacht gelaufen. Es gibt wirklich gute Tage.

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich mich noch einmal im Namen aller Teilnehmer bei der Landesgruppe Nord, der BZG Celler Land, den Richtern und Helfern ganz herzlich bedanken und falls ich jemanden vergessen haben sollte, bitte nicht böse sein, das war keine Absicht. Vielleicht sehen wir uns ja alle im nächsten Jahr wieder, wenn es heißt „helping-hands-cup 2011“.

Bis dahin viele Grüße Markus Baumgarten

Fotos: Stefan Kucharczyk hat uns bei dem Workingtest mit seiner Kamera begleitet und seine Fotos zur Ansicht gestellt. Anzusehen unter: helping hands cup 2010 http://picasaweb.google.com/109990362580980401627/HelpingHandsCup2010?authkey=Gv1sRgCMCNra2Cs9nq4QE#

Green Card Regelung für die ehrenamtlichen Helfer in der LG Nord

Die Green Cards sind gedacht als *kleines Danke schön* für unsere Ehrenamtler, die sich teilweise schon seit Jahren für den DRC engagieren. Damit kommen wir sicher in keiner Form an das heran, was die Sonderleiter, Helfer, Vorstände, Trainer etc. an Zeit und Nerven geleistet haben, aber wir wollten wenigstens einmal symbolisch *Danke!* sagen.
  • Jede BZG/TG kann in diesem Jahr bis zu 10 Green Cards an ehrenamtliche Helfer vergeben, die sich schon über einen längeren Zeitraum für den Verein engagieren (Trainer, Helfer, Sonderleiter etc.)
  • Die Green Card kann als Startplatzreservierung bei allen Veranstaltungen der Bezirksgruppen in der LG Nord eingesetzt werden, ausgenommen hiervon sind die jagdlichen Prüfungen (die Meldegebühren sind dabei vom Teilnehmer selbst zu übernehmen). 
  • Jeder Helfer kann pro Jahr nur eine Green Card erhalten und sie auch nur in diesem Jahr einlösen, dabei ist die Karte nicht übertragbar.
  • Bei einer Veranstaltung können bis zu 10 % der Startplätze von Green Card Inhabern belegt werden, bei einer größeren Anzahl entscheiden natürlich die Sonderleiter.

Was lange braucht, wird am Ende doch gut.

Wir haben es nach langer Zeit nun endlich geschafft, die neue Internetseite der LG Nord online zu stellen. Vielen Dank an Verena Gruna, Stefan Beutler und Andrea Florschütz für die Hilfe! Nach einigen kleinen und großen Rückschlägen ist es nun soweit und wir freuen uns auf eure Berichte und Fotos, damit wir alle die Seiten gerne aufrufen.

Wenn ihr zu unserer Seite noch Fragen oder Wünsche haben sollt, wendet euch bitte an Anette, an deren Email Adresse ihr auch eure Seminarberichte oder Prüfungserlebnisse schicken könnt (drc.lg.nord@googlemail.com)

Jan-Peter Stephan

Einleitung neue HP LG Nord